Monte Spagnolo

Monte Spagnolo

Wanderung an der Ätna Nordflanke

Rund um den Monte Spagnolo

Nachdem wir wieder trocken von unserem ersten Tag in Sizilien waren stand für den zweiten Tag eine Wanderung in der Nähe des Ätna am Plan. Der 3323m hohe Vulkan ist Ende März noch unter einer dicken Schneedecke begraben. Alternativ bot sich eine Tour aus unserem kurz vor Abreise erstandenen Wanderführer an.

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Wanderroute um den Monte Spagnolo

Ausgangspunkt war ein Forsthaus, die Case Pirao. Direkt vor einer Schranke die gleichzeitig der Einstiegspunkt in die Wanderung ist, wurde das Auto geparkt. Zu diesem Zeitpunkt war sonst weit und breit niemand zu sehen.

Schon nach kurzer Zeit machten sich leider Wolken breit und der Ätna versteckte sich in dichten Schwaden.

Der Wanderweg ist anfangs eigentlich eine angenehm breite, nicht zu steile Schotterpiste und wir kamen gut voran. Mit zunehmender Höhe und einem auffrischenden Wind sanken aber die Anfangs richtig frühlingshaften Temperaturen immer weiter.

Der letzte Ausbruch des Vulkans an seiner Nordflanke ist erst gute 35 Jahre her und immer wieder passierten wir die noch nicht sehr alten Lavafelder.

Eineinhalb Stunden nach unserem Aufbruch erreichten wir ca. 1300m und es lag vermehrt Schnee auf dem Weg. Mit den folgenden Höhenmetern wanderten wir schon bald in einer verschneiten Winterlandschaft. Dazu kam Nebel und Regen – schon wieder.

Zumindest hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits die Hälfte unserer 15km langen Tour hinter uns. Durch den Wald ging es nun um den Monte Spagnolo zu einer kleinen Schutzhütte (Casermetta) in der wir uns mit der mitgebrachten Jause eine kurze aber trocken Pause gönnten.

Topmotiviert setzten wir unseren Weg in Richtung des vermeintlichen Höhepunkts der Wanderung fort. Das noch jungfräulich wirkende Lavafeld vor uns verschwindet leider genauso im Nebel wie die erwartete Aussicht auf den Gipfel des Ätna.

Im folgenden Video bekommt man einen ganz guten Eindruck davon wie sehr uns das Wetter auf dieser Tour vorführte.

Ab diesem Lavafeld geht der Weg dann hauptsächlich bergab und wir kamen schnell voran und wieder in freundlichere Zonen.

Nach ungefähr 3,5h Gehzeit gibt es noch die Möglichkeit einen Abstecher zur “Cisternazza” zu machen. Diese Überreste eines Gehöfts aus dem 19. Jahrhundert liegen nur 5 Minuten abseits der Hauptroute und bringen ein bisschen Abwechslung in die Wanderung.

Erst auf den letzten Metern begegneten wir dann den ersten Menschen. Die Forstarbeiter machten sich in ihren Fiat Puntos auf den Heimweg. Wir taten es ihnen gleich und nahmen uns vor  am dritten Tag viel Sonne am Meer zu tanken. Die Zyklopenküste und Savoca waren unsere Ziele.

Die Galerie mit allen Bildern gibt es hier.

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