Madalena

Der siebente Tag unseres Azorentrips brachte uns nach Madalena, die “Hauptstadt” der Insel Pico.

Mann mit Hut am Fährhafen von Madalena.

Einer der prominenteren Orte ist der Fährhafen, der zu den wichtigeren im Azorenarchipel gehört. Von hier gibt es mehrere tägliche Verbindungen nach Horta, welche wir zwei Tage später nutzen sollten um in das “berühmte” Horta überzusetzen.

Neben dem Hafen sticht noch die zentral gelegene Igreja Santa Maria Madalena Pfarrkirche ins Auge.

die Igreja Santa Maria Madalena Kirche im Zentrum von Madalena

Am Hafen befinden sich zahlreiche Touristenbüros in denen unterschiedlichste Aktivitäten gebucht werden können.

Wir informierten uns kurz über die bestehenden Verbindungen nach Horta und spazierten dann ein wenig an der Küste Richtung Osten. Ein öffentliches Bad mit dazugehörigem Naturpool sorgte dann dafür dass wir heimfuhren, unsere Badesachen packten und den Rest des Tages, dem Wetter entsprechend, am Meer verbrachten.

Dummerweise hatten wir unsere Badesachen diesmal nicht mit, aber wir kehrten zu einem späteren Zeitpunkt zu diesem einladenden Badeort bei Madalena zurück.

Der an diesem Tag stürmische Atlantik sorgte für genug Abwechslung und wir genossen einen ruhigen Badetag.

Wellendusche am Naturpool in Sao Mateo

 

Santa Luzia

Am nächsten Tag war dann wieder Bewegung angesagt. Eine Rundwanderung an der Nordküste rund um den Ort Santa Luzia stand auf dem Programm. In der Nacht hatte es ein kräftiges Gewitter gegeben, doch am Morgen war das Wetter wieder vielversprechend für eine schöne Wanderung.

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Ausgangspunkt der Wanderung ist die Kirche in Santa Luzia in deren Umgebung genügend Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

die Kirche in Santa Luzia

An der Kirche vorbei folgt man dem markierten Weg bergauf immer auf den Pico zu haltend. Es geht wie gewohnt entlang von nicht befahrenen Straßen und Wegen. Wirklich spannend während dieses Teils der Route ist die umliegende Vegetation.

eingeschränktes Botanikwissen – leider

 

Botanikwissen schlecht, aber das sind ziemlich sicher Oliven…

Selten haben wir so eine Vielfalt an unterschiedlichen Blumen gesehen und wir mussten aufpassen, deswegen keine Abzweigung zu verpassen.

Nach gut 1,5 Stunden durch das Hinterland führte der Weg schließlich wieder bergab auf die Küste zu.

es geht wieder Richtung Meer

Nach einer freundlichen und von gegenseitigem Interesse geprägten Begegnung mit einem Esel, sahen wir die uns bereits vertraute schroffe Küste vor uns.

der Esel posierte freiwillig für ein paar gelungene Aufnahmen

Direkt nachdem man die Küste erreicht hat, findet man sich auf einem kleinen Platz mit mehreren kleinen Häuschen. Der perfekte Ort für eine Pause. Während wir auf einer ehemaligen Lavazunge die Sonne genossen, mussten wir uns einen harten Kampf um die mitgebrachte Jause liefern. Die frechen, dort ansässigen Eidechsen nutzen jede Unaufmerksamkeit unsererseits, um an unseren Proviant zu gelangen.

ein Platz an der Sonne

Der Weg führt nun für gut drei Kilometer westwärts der Küste entlang bis zum kleinen Ort Arcos. An diesem Tag hatten wir klare Sicht und so war der Vulkan am Pfad an der Küste, immer zu unserer Linken.

mit dem Feldstecher hatte man noch einen besseren Blick auf den Gipfel

der Vulkan mit dem gut erkennbaren kleinen Kegel der zusätzlich am Krater steht – der Piquinho

Der Ort Arcos besteht im Grunde aus einer kleinen Kirche, ein paar Ferienhäusern und dem obligatorischen Naturbad mit angeschlossener Bar. Das Bad haben wir uns auf die Liste der brauchbaren Naturbäder gesetzt. Wir kehrten letztlich dann auch dorthin zurück.

der kleine Ort an der Nordküste ist auf jeden Fall einen Besuch, zumindest zum Baden, wert

Von Arcos führt der Weg dann wieder leicht bergauf nach Süden ins Inselinnere. Mittlerweile war es recht heiß geworden und wir wollten die letzten Kilometer zum Ausgangspunkt recht schnell hinter uns bringen, um zu einem Naturpool zu kommen.

Am Weg kommt man dem östlichen Ende des Flughafengeländes sehr Nahe. Die Wahrscheinlichkeit dass man ein Flugzeug im Landeanflug sieht ist klein, aber ein paar mal täglich gibt es dann doch einen Landeanflug auf den kleinen Flughafen von Pico.

eine Dash 8 von SATA im Landeanflug auf Pico

passendes Mahnmal zur Hitze, die uns am letzten Teil der Wanderung quälte

Nachdem man die Hauptstraße erreicht hat, sind es an dieser nur mehr wenige hundert Meter zurück zum Ausgangspunkt dieser Wanderung. Wir freuten uns auf die Klimaanlage im Auto und das anschließende Bad im Naturpool.

die letzten Meter an der Hauptstraße nach Santa Luzia

das hübsche Gemeindehaus von Santa Luzia

Ein Video mit den Eindrücken dieser Wanderung gibt es natürlich auch.